12vorFuchs Improvisationstheater

12 vor Fuchs zeigte Zehne – Ein Rückblick auf Rückblicke

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Ein Blick ins Fotoalbum bringt Nostalgie – es war also praktisch klar, dass es zur Jubiläumsaufführung eine Reise in die Vergangenheit geben muss. Und nachdem sich schon Gelebtes bekannterweise ja nicht wiederholen lässt ging es lieber gleich ins Jahr 3000 vor Christi – oder so ähnlich.

 

Dass Jara und Uga einander eines Tages treffen war praktisch vorbestimmt – auch wenn sie mehr als 11.000 Kilometer voneinander entfernt aufgewachsen sind. Wenn sie einander Fotos, äh, pardon, Meißelungen ihres Zuhauses zeigen, sieht man schon die Ähnlichkeiten.

PyramideDa bin ich her!

Maya Pyraminde Und da ich!

Uga ist nicht gerade traditionsbewusst, aber er ist ein liebenswerter Kerl – so liebenswert, dass er der besten Freunde zwei hat. Mit deren Hilfe erfindet er nicht nur den ersten Smart-stone und den dazugehörigen Selfie-Stick, sondern auch das Axolotl-Barbecue – zur Nachspeise gibt es natürlich Xocolatl. Ugas kreativer Geist (und eindrucksvoller Bizeps) sind nicht ganz das, was seine alternde Mutter, die Herrscherin der Mayas, sich so vorgestellt hat. Sein Bruder entspricht viel mehr der Idee eines zukünftigen Herrschers. Um aber fair zu sein, vergräbt sie den Stab des Montezumas und gibt ihren Söhnen zu dessen Wiederfindung ein Rätsel auf um sie zu testen.

Jara lebt indes das Leben der untertänigen Ehefrau des Thronfolgers in Ägypten und bemüht sich redlich, ihm trotz ihrer mangelnden Webkünste zu genügen – im Teetemperatur in ° Nobi Messen ist sie hervorragend. Dass sie sich nebenbei auch durch die gesamte Bibliothek von Alexandria liest muss ja niemand wissen. Als ihre sich ständig einmischende Mutter Jaras Ehemann dazu bringt, ein modernes Herrschaftssystem auszuprobieren, dieser diese Idee dem Volk gleich in Form eines Raps präsentiert, und das zu einem blutigen Aufstand führt, gilt es den Prophezeiungen zu ihrem Leben gerecht zu werden und den wertvollen Bücherschatz zu retten. Mit der Hilfe eines Piraten auf einem Wüstenschiff macht sie sich auf, alles was sie retten konnte in die neue Welt zu bringen und dem Herrscher der Mayas zu bringen.

Wie gut, dass es sich bei diesem (dank seinem treuen Freund Takatukl-der-schnelle-Läufer und dessen Stab-des-Montezuma-Suchfähigkeiten) um Uga handelt…

Auch sonst wurde viel zurückgeblickt in dieser ersten Jubiläums-Show: Karin und Martin blicken auf ihre gescheiterte Beziehung zurück – als sie sich als Auftragsmörder und Opferin gegenüberstehen; als das Bankräuber-trio auf ihren letzten Coup zurückblickt ist klar: schuld an der vereitelten Flucht ist der Verkehrspolizist…dass auch immer alle in der ersten Reihe sitzen müssen; und berührend waren natürlich vor allem auch die gesanglichen Rückblicke dreier AtomreaktorbetreuerInnen, vom Rudern im Kühlbecken mit dem sich vier-armig selbstliebkosenden Gondoliere, über die Gedanken an die erste Liebe, die ist, wie wenn freie Radikale sich finden, bis zu dem Moment an dem vielleicht alles schief gehen hätte können, es aber nicht ist, dank dem unvergesslichen Mantra „Beton, Beton, ich schaff dich schon!“. Genaues dazu gibt es nachzulesen in der neuesten Ausgabe von „Gott ist tot“.

Ansonsten freuen wir uns, euch wieder zu sehen, wenn wir auch den Rest des Jahres unseren 10. Geburtstag feiern – alles Gute!

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