12vorFuchs Improvisationstheater

Versuch Nr. 47: Aus dem 12 vor Fuchs Redaktions-Archiv: Impro – Was ist das?

Impro, das ist die Kunst, in ein Becken zu springen, ohne zu wissen, ob Wasser drin ist. Manchmal kann es sogar passieren, dass aus dem Becken im letzten Moment ein Luftkissenfahrzeug voller Wale wird.
Oder ein riesengroßer rosa zuckerlsüßer Marshmallow.
Oder was weiß ich.
Oder Sie.

Und genau das ist das Schöne daran: Man weiß es nie so genau. Aber man springt einfach. Und manchmal haut es einen dabei königlich auf die Fresse, und dann versucht man, auch das mit Stil zu spielen. Denn Impro, das ist auch: „Mit Freude scheitern.“

Impro lebt von den Vorgaben des Publikums – es ist, und das ist einer der Hauptunterschiede zu „normalem“ Theater – eine sehr partizipative, lebendige Kunstform, die auf alles, was gerade da ist, reagieren kann. Damit keine Unklarheiten entstehen: Kein(e) ZuseherIn wird gezwungen, irgendwas zu tun. Der Reiz jedoch liegt für viele genau darin: aktiv dabei sein zu dürfen, wenn Etwas im Moment entsteht.

Impro ist, eine Szene zu spielen, wo jemand im Publikum sich aussucht, wo sie spielt. Oder was darin passiert. Oder 3 Gegenstände bestimmt, die in der Szene vorkommen sollen… Oder die Geräusche dazu macht. Oder einfach nur zuschaut und sich freut, und denkt: Des ham sie sich doch vorher ausgemacht, oder? Wie geht das? In echt jetzt?

So hat jede Aufführung auch ein bisschen was von einer Feier, einer Überraschung, einem gemeinsam erschaffenen Ding, das nur durch die Teilnahme aller Beteiligten lebendig wird, für einen Abend, und in den Köpfen die buntesten Feuer anzündet…
Wir können Sie nur einladen, das mit uns zu erleben.
Sie brauchen wirklich keine Angst haben.
Dafür sind ja wir da.
(mc)